Termine für 29. September 2010
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Laufende Ausstellungen
7. Juli 2010 bis 31. Oktober 2010 | 19:00 Uhr
VergissmeinnichtEinblicke ins Anstaltsleben um 1900
» Museum Sammlung PrinzhornÜber 120 Exponate, darunter Gemälde, Zeichnungen, Collagen, Textilarbeiten und Briefe, bieten einen berührenden Einblick in das Leben der Internierten und zugleich einen breiten Querschnitt durch die Sammlung Prinzhorn. Gezeigt werden Arbeiten von etwa 60 Männern und Frauen aus rund 30 verschiedenen Anstalten im Zeitraum von 1895 bis 1925.
8. Juli 2010 bis 31. Oktober 2010
Vergissmeinnicht - Einblicke ins Anstaltsleben um 1900„Herrn Dr. Printzhorn, so sieht es in mir aus“: Die Sammlung Prinzhorn präsentiert erstmals in großem Umfang Selbstzeugnisse aus ihrem historischen Fundus, die den Alltag in psychiatrischen Anstalten widerspiegeln.
Museum Sammlung Prinzhorn
Über 120 Exponate, darunter Gemälde, Zeichnungen, Collagen, Textilarbeiten und Briefe, bieten einen berührenden Einblick in das Leben der Internierten und zugleich einen breiten Querschnitt durch die Sammlung. Gezeigt werden Arbeiten von etwa 60 Männern und Frauen aus rund 30 verschiedenen Anstalten im Zeitraum von 1895 bis 1925.
Es sind nicht nur berühmte „Klassiker“ zu sehen, sondern auch zahlreiche Werke, die noch nie zuvor ausgestellt waren. Irrenhäuser, Krankenzellen, Schlaf- und Speisesäle werden dokumentiert, Mitpatienten und Pflegepersonal porträtiert, eine „Irrenhausordnung“ erstellt. Die „Bitte um ein Stück Kuchen“ blüht dunkelviolett, sehnsüchtiges Fernweh wird zur Poesie verdichtet: „Kennst Du das Land Orplid?“ Auch Ironie und Spott sind Bewältigungsstrategien in „Narrenschindenau“, wie zahlreiche Karikaturen, etwa „Dr. Tränenausbruch“, unter Beweis stellen.
Der Psychiater bleibt dabei „Arzt und Gebieter“, an den unzählige Briefe – ergebenst bittend oder bedrohlich fordernd – gerichtet werden, um nach jahre- oft jahrzehntelanger Internierung die Entlassung zu erreichen.
Roter Faden durch die Ausstellung ist der innige, immer wiederkehrende Wunsch, nicht in Vergessenheit zu geraten: „Vergissmeinnicht“ – „Forget me not“: auf ein Taschentuch gestickt, als Gedicht formuliert, in Briefen geschrieben oder als Blumenstrauß gemalt.
23. Juli 2010 bis 13. November 2010 | 19:00 Uhr
Andreas Kretz - Seine Bilder aus zwei JahrzehntenMeistermaler aus der Kraichgauer Kunstwerkstatt
In Zusammmenarbeit mit der Kraichgauer Kunstwerkstatt, ihrem Leiter Wolfgang Hübner
und der Gesellschaft der Freunde des Museum Haus Cajeth e.V.
Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Heidelberg
» Museum Haus Cajeth„Neue Schönheit“ nannten wir die Ausstellung, in der im Sommer 1997 erstmals Bilder von Andreas Kretz im Museum Haus Cajeth zu sehen waren. Das Kurpfälzische Museum eröffnete im Herbst 2001 die Ausstellung „Hinter den Augen funkelt der Bilderwald“, die ebenfalls Bilder von Andreas Kretz zeigte. Bei der Besichtigung der Gemälde dort hatten Lucas Cranachs „Adam und Eva am Baum der Erkenntnis mit der Schlange“ ihn so beeindruckt, dass er 11 Variationen schuf. Drei davon haben wir in unsere Sammlung aufgenommen. Im Sommer 2002 zeigten wir dann im Rahmen unserer Ausstellung „Bilder aus der Werkstatt“ neue Arbeiten von Andreas Kretz. - Mittlerweile hat er an 71 Ausstellungen teilgenommen. Im Februar diesen Jahres erhielt er den 1. Preis des Kunstwettbewerbs der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel zum Thema „Der Lebenskreis - von der Geburt bis zum Sterben und darüber hinaus“, im März einen Anerkennungspreis der Lothar Späth Stiftung. Wir möchten unsere Wertschätzung seines Werkes zum Ausdruck bringen, indem wir ihm eine erste Einzelausstellung widmen. Vom frühen Zyklus der „Schwarzwaldfrauen“ über die „Adam und Eva“ Bilder bis zur türkisfarbenen Serie der „Männer mit Tieren“ haben wir eine Auswahl getroffen, die unsere Lieblingsbilder zeigt und mit der wir unser nun 30 Jahre währendes Wirken in Heidelberg feiern möchten.
5. September 2010 bis 30. September 2010 | 11:00 Uhr
Ellis Neu / Sonja Scherer» Willibald-Kramm-Preis-Stiftung
10. September 2010 bis 21. November 2010 | 19:00 Uhr
Rimini Protokoll» Heidelberger Kunstverein e.V.Sie gehen in ein Kaufhaus, um ein Bügelbrett zu kaufen.
Beim Einscannen des Strichcodes wird eine öffentliche
Ansage im ganzen Kaufhaus mit einer Beschreibung Ihres
Einkaufs und der Angabe des entsprechenden Preises
ausgelöst. Alles applaudiert. Unmittelbar danach gehen die Verkäufer und Kunden wieder ihren gewöhnlichen Beschäftigungen nach. Nach einem kurzen Moment der Verwunderung packen Sie das Bügelbrett unter den Arm und gehen nach Hause. Sollte das passieren, hätten Sie vermutlich ein „détournement“ erlebt, einen kurzen Moment, in dem Ihre Wahrnehmung der Welt aus den Fugen geraten wäre.
Die Idee für diesen inszenierten Eingriff in den Alltag ist Teil einer Ansammlung utopischer Ideen des Theaterlabels Rimini Protokoll. Für seine Ausstellung in der Halle und auf der Galerie des Heidelberger Kunstvereins hat sich das Kollektiv die Handschriften von 80 Heidelberger Bürgern „ausgeliehen“. Diese wurden gebeten die von Rimini Protokoll vorformulierten Ideen auf kleine Zettel zu schreiben. Danach haben die drei Akteure des Kollektivs, Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel, die Zettel vergrößert und an die große Wand der Ausstellungshalle gepinnt.
Ein anderes Blatt sieht einen Gerichtssaal vor, in dem die Zuhörer sich nicht für das Urteil interessieren, sondern für die Art der Inszenierung. Weitere Notizen handeln von Vorstellungen, die unter Tischen von Gourmet-Restaurants aufgeführt werden. Am radikalsten ist das Konzept für eine Inszenierung, die aus einer einzelnen Begegnung besteht. Die Zettel werden vor einem goldenen Hintergrund zusammen mit hunderten ausgemusterter Stühle aus den Sitzreihen des Heidelberger Theaters präsentiert. Einige Stühle laden zum Hinsetzen ein, andere stehen an die Wand gelehnt. Ein paar sind zum Schaukeln umgebaut worden, von denen aus man die Blätter genauer betrachten kann.
Indem das Kollektiv das Theaterinterieur in die fremde
Umgebung des Ausstellungsraums transplantiert, eröffnet es neue Blicke auf die Zukunft der bürgerlichen Institution des Theaters.
Das Kollektiv hat in den letzten zehn Jahren aber deutlich
mehr als bloß utopische Ideen produziert. Seine realen
Produktionen werden auf der ganzen Welt gezeigt. In diesen treten selten Schauspieler, sondern meistens nur Laien auf, die ihr Wissen über ein für die Inszenierung relevantes Thema nacherzählen. Das Theater von Rimini Protokoll ist oft mit der Bezeichnung „Experten des Alltags“ paraphrasiert worden, weil in den Stücken z.B. ein Mannheimer Lokalpolitiker in der Produktion „Wallenstein“ anstelle von Schillers Monologen seinen eigenen realen politischen Machtkampf nacherzählt.
Mit der Ausstellung wird das Augenmerk auf die erstaunliche Fülle unterschiedlichster Produktionen von Rimini Protokoll im letzten Jahrzehnt gelenkt. Die Besucher können die Unterschiede zwischen den Antworten von 100 Wienern und 100 Berlinern auf die gleichen Fragen aufspüren oder sich auf einen live zugeschalteten indischen Call-Center-Mitarbeiter einlassen. Im Eingangsbereich der Ausstellung kann
anhand von Schriften und Projektionen das große Theaterspektakel einer Hauptversammlung nacherlebt werden, die 2009 im ICC Berlin unter der strengen Regieleitung der Abteilung Investors Relations der Daimler AG veranstaltet wurde.
Vielleicht hat der enorme Erfolg des postdramatischen Theaters des Kollektivs in der Vergangenheit den Blick mancher Zuschauer (und Kritiker) verdreht. Womöglich ging es Haug, Kaegi und Wetzel vor zehn Jahren nicht nur darum, Menschen auf der Bühne ein Sprachrohr zu verschaffen, sondern auch darum, wie man dieses Sprachrohr formt, um einen Ausschnitt des vielfältigen realen Lebens zu fokussieren.
Ein Protokoll ist in der Informatik ein technischer Begriff, der für ein Set von Verhaltensregeln für eine gegebene Situation steht. Ein Protokoll legt also fest, zu welchem Ergebnis ein bestimmter Prozess führt, ohne dass die Bestandteile des Prozesses im Vorfeld bekannt sind. Wenn man den Namen des Kollektivs, Rimini Protokoll, in diesem Sinne liest, enthält die Ideenansammlung im Heidelberger Kunstverein nicht nur Ideen für lustige oder humoristische Situationen. Vielmehr ergäben die Ideen nach dieser Lesart ein Archiv von Situation, in denen das Prinzip Rimini Protokoll angewandt werden kann, um im potentiellen Teilnehmer ein kleines (oder großes) „détournement“ zu provozieren. Wer einmal an einem solchen protokollierten Moment teilgenommen hat, weiß, dass die Welt danach ein kleines bisschen anders aussieht. Und das für immer.
Die Ausstellung findet in der Halle (EG) und auf der Galerie (OG) statt.
10. September 2010 bis 10. Oktober 2010 | 20:00 Uhr
Drunter und DrüberGruppenausstellung mit Werken von: Bettina Bätz, Peter Borkenhagen, Sonja Elmer, Grete Werner-Wesner, Hildegard Parekh, Vera Bonsen
» Heidelberger Forum für Kunst e.V.
16. September 2010 bis 16. Oktober 2010 | 19:00 Uhr
Natur // KonzeptMalerei, Zeichnung, Installation.
» Galerie p13Gruppenausstellung mit Werken von: Denis Andernach, Marten G. Schmid, Natalia Berschin, Beate Sellin, Monti La Plasma u.a.
17. September 2010 bis 14. November 2010 | 19:00 Uhr
Antje Schiffers» Heidelberger Kunstverein e.V.Als ausgewiesene Künstlerin unternimmt Antje Schiffers regelmäßig ausgedehnte Reisen, bei denen sie sich - mit Hilfe von Tauschgeschäften, Staatsaufträgen oder sogenannten Dienstreisen, für die es Missionen zu geben scheint -, Wege in verborgene Welten bahnt. Als Gegenleistung erhält sie Objekte, Bilder, Filme und vor allem einmalige Geschichten, die sie aufschreibt und zusammen mit den Artefakten ausstellt.
Für ihre Ausstellung im Studio des Kunstvereins hat sie sich nicht wie sonst auf die Dokumentation einer spezifischen Reise konzentriert. Stattdessen hat sie ihren Blick gewendet und nach ihren eigenen Verhaltensmustern als offizielle Künstlerin gefragt. Statt über den Umweg der Gemälde und Geschichten von Antje Schiffers Wissenswertes über andere Gemeinschaften und Menschen zu erfahren, erlaubt uns die neue Ausstellung, etwas von Antje Schiffers über den Umweg der Fremden zu lernen. Für die Ausstellung hat sich die Künstlerin erneut mit ihren Projekten und Reisen der letzten zehn Jahre auseinandergesetzt, um diese zu einer neuen Erzählung über sich selbst zusammenzuführen.
Zur Eröffnung am 17. September ist neben dieser Erzählung von und über Antje Schiffers außerdem die erste Aufführung eines dramatischen Texts der Künstlerin zu erleben. Das Stück basiert auf Interviews mit Vorständen und Topmanagern größerer und mittelständischer deutscher Unternehmen und erlaubt einen Einblick in die privaten Denkweisen eines Segments der Bevölkerung, das ansonsten nur durch
Wirtschaftsberichte oder Schlagzeilen zu seinen Gehältern von sich reden macht. Die Lesung ist eine Kooperation mit dem Theater der Stadt Heidelberg.
Die Ausstellung findet im Studio (UG) statt.
17. September 2010 bis 6. November 2010 | 19:00 Uhr
Frauenzimmer» Galerie Uwe Sacksofsky
17. September 2010 bis 23. Oktober 2010 | 19:00 Uhr
Sabine Tress - just colour» Galerie Kunst2