Veranstaltungen
26. April 2012 Eröffnung | 19:00 Uhr
Ana Luisa RibeìroMore Books of ours and Marginalia - zeitgenössische portugiesische Malerei
1988 – 1993 Painting Studies Programm, Art College, Lisbon
1993 Stipendium Royal College of Art, London
1994/95 M.A. In Fine Art, Goldsmiths College, London
Das im Ausstellungstitel "Books of Ours" enthaltene Wortspiel will eine Verbindung suggerieren
zwischen der Tradition mittelalterlicher Stundenbücher (books of hours) und
heutiger populärer Kulturliteratur (etwa die erschwinglichen im Taschen-Verlag erscheinenden
Kunstbücher) – Bücher für jedermann quasi. Die erste Serie, 2008 im Kölner Museum Ludwig gezeigt,
bezog sich auf die Bestände der dortigen Museumsbibliothek. In der aktuellen Serie hat sich Ribeiro
extra für die Heidelberger Ausstellung mit der berühmten Bibliotheca Palatina auseinandergesetzt.
Die spannungsreiche Synthese aus Bild und Text dominiert auch die Serie der „Marginalia“.
Hier sind es Texte aus Kunst- oder Reisebüchern, die mit Kommentaren, Streichungen oder Highlights
versehen, wiedergegeben werden. Nicht alle dieser Texte sind wirklich existent, manche sind frei erfun-
den und ohnehin werden alle Stellen so ausschnitthaft präsentiert, dass sie kaum zuzuordnen sind –
Fragen nach der Funktion von Büchern und Texten werden damit in Ribeiros Werk ebenso
angesprochen wie die nach Authentizität, Wahrheit und einem sogenannten „Kollektiven Gedächtnis“.
LangtextAusstellungen
Laufende Ausstellungen
26. April 2012 bis 26. Mai 2012 | 19:00 Uhr
Ana Luisa RibeìroMore Books of ours and Marginalia - zeitgenössische portugiesische Malerei
» Galerie p131988 – 1993 Painting Studies Programm, Art College, Lisbon
1993 Stipendium Royal College of Art, London
1994/95 M.A. In Fine Art, Goldsmiths College, London
Das im Ausstellungstitel "Books of Ours" enthaltene Wortspiel will eine Verbindung suggerieren
zwischen der Tradition mittelalterlicher Stundenbücher (books of hours) und
heutiger populärer Kulturliteratur (etwa die erschwinglichen im Taschen-Verlag erscheinenden
Kunstbücher) – Bücher für jedermann quasi. Die erste Serie, 2008 im Kölner Museum Ludwig gezeigt,
bezog sich auf die Bestände der dortigen Museumsbibliothek. In der aktuellen Serie hat sich Ribeiro
extra für die Heidelberger Ausstellung mit der berühmten Bibliotheca Palatina auseinandergesetzt.
Die spannungsreiche Synthese aus Bild und Text dominiert auch die Serie der „Marginalia“.
Hier sind es Texte aus Kunst- oder Reisebüchern, die mit Kommentaren, Streichungen oder Highlights
versehen, wiedergegeben werden. Nicht alle dieser Texte sind wirklich existent, manche sind frei erfun-
den und ohnehin werden alle Stellen so ausschnitthaft präsentiert, dass sie kaum zuzuordnen sind –
Fragen nach der Funktion von Büchern und Texten werden damit in Ribeiros Werk ebenso
angesprochen wie die nach Authentizität, Wahrheit und einem sogenannten „Kollektiven Gedächtnis“.
Archiv
11. September 2009 bis 26. Oktober 2009
inter space: Objekte, Installation, SiebdruckSimon Halfmeyer, Thomas Woll, Johannes Döring - 3 junge Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie inszenieren in der Galerie p13 das Spiel mit Raum und Wirklichkeit
» Galerie p13Thomas Wolls raumgreifende Skulpturen und Installationen sind monolithische oder weit verzweigte Körper, die es dem Betrachter unmöglich machen, das Werk mit einem Blick zu erfassen. Die Komplexität der äußeren Form seiner Skulpturen macht neugierig auf die Innenräume, die allerdings nur schwer fassbar und nahezu hermetisch bleiben. Widersprüchliches wird zum System erklärt. Spielerisch werden den handwerklich perfekten Konstruktionen absurde Elemente, wie ins Nichts verlaufende Rohre und Zuleitungen, eingebaut. In diesen Gesten zeigt sich ein subversiver Humor, der die unnahbar wirkende Aura der Skulpturen bricht. Hier schafft jemand Raumutopien, Orte, allein für die Kunst und Zufluchten für Neugier, Fantasie und Reflexion.
Die künstlerische Arbeit von Johannes Döring basiert auf einer Auseinandersetzung mit der Vorstellung von Virtualität als generierte Wirklichkeit. Thematisiert wird der jeder Materie immanente Transformationsgedanke. Im Sinne der Stoff-Form-Beziehungen wird passive Materie durch die aktive Potenz der Form in Bewegung versetzt.
Im Falle von Johannes Döring, der an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Thomas Ruff und Martin Gostner studierte, gestaltet sich dies in Form von Bildplastiken modelliert auf der Grundlage von Fotografien. In den fotografischen Vorlagen angelegte Fluchten, Räume oder Körper werden aufgenommen und als plastisches Relief ausgearbeitet. Durch die künstlerische Bearbeitung erhalten die Fotografien eine eigene physische Präsenz im Raum. Ein spannendes Spiel zwischen erhaben sich herauswölbenden Ausformungen, die das ‚bloße’ Abbild in die 3. Dimension transportieren und Leerflächen, die das Dazwischen konkretisieren und die erzeugte Illusion wieder zerstören.
Simon Halfmeyers künstlerisches Interesse gilt der Thematisierung des Verhältnisses von „unberührter“ und konstruierter und künstlich angelegter Natur. Mit modernen, nicht-natürlichen Materialien entwirft der Künstler transparente Utopien, in denen sich Elemente aus privaten, städtischen und ländlichen Naturrefugien amalgamieren. So entstehen etwa aus Holz gefertigte Hecken-Gebilde, die sich in Größe und Form an barocke Gartenarchitektur anlehnt. Seine grafisch konstruierten Wandbilder kreieren fiktive Landschaften, die auf klassischen Kompositionsprinzipen wie Perspektive und Proportion beruhen. Erfindungsreich wird dabei mit verschiedenen Wahrnehmungsebenen gespielt. Einzelne Motive zeigt Halfmeyer in unverhältnismäßiger Nahsicht, während andere von abstrakten Linien überschnitten und damit in einen kristallin gestalteten Gesamtzusammenhang eingegliedert werden. Ein spannungsvolles Spiel zwischen Abbild und Wirklichkeit, Natürlichkeit und Künstlichkeit.
30. Oktober 2009 bis 29. November 2009
Im InnerenWerke von Marten Georg Schmid
Skulpturen, Zeichnung, Fotografie
» Galerie p13Ausgangspunkt für die künstlerische Arbeit von Marten Georg Schmid sind intensive Beobachtungen und Studien im Alltag. Auf Basis dieser Beobachtungen, entstehen spontan kleine Zeichnungen mit schwarzem Kugelschreiber oder Fotografien. Sie sind sowohl eigenständige Arbeiten wie auch Motivrepertoire und Grundlage für die bildhauerischen und installativen Projekte des Künstlers. Sein Interesse gilt allgemein der Visualisierung von Strukturen. Beim zufälligen Vorbeigehen an einer Baustelle fällt beispielsweise der Blick auf das dort bereit liegende Arbeitsmaterial. Hier interessieren den Künstler die zufälligen Gebilde aus übereinander liegenden und miteinander verzahnten Materialschichten ebenso wie der prozesshafte Charakter der Gesamtsituation. Der Zeitraum, in dem alles präpariert ist und auf die Weiterverwendung wartet, währt nur kurz.
An Baustellensituationen mit z.B. dicht aufeinander gestapelten Armiereisenmatten fasziniert den Künstler auch die Vielgliedrigkeit der Gebilde. Diese adaptiert er für seine dreidimensionalen Arbeiten. Kabel, Drähte oder Bindfäden werden so angeordnet, dass eine dichte Abfolge in pulsierender Rhythmik entsteht. Dadurch wird die Blickrichtung des Betrachters nach innen gelenkt, taucht ein, in die vom Künstler gefundenen Strukturen und ist gebannt von dem organischen Wachsen, das sich sowohl linear wie auch körperlich Raum schafft.
Ähnlich den Maximen der arte povera enthüllt der Künstler auf diese Weise die spröde Schönheit simpler Arbeitsmaterialien, die unser Blick im Alltag als selbstverständlich hinnimmt und meist übersieht. Im Focus auf rhythmische, strukturelle Abfolgen eröffnet Marten Georg Schmid einen andersartigen, eigenwilligen Kosmos, der den Betrachter fasziniert und verblüfft.
3. Dezember 2009 bis 10. Januar 2010 | 19:00 Uhr
Tim Clorius′more than meets the eye′
Malerei zwischen Romantik, trompe l′oeil und street art
» Galerie p13Man würde es wohl kaum für möglich halten, dass der in New York und Portland ausgebildete Tim Clorius ursprünglich aus der Graffiti- und Steet Art-Szene kommt. Die Bilder für die Heidelberger Ausstellung des in Amerika lebenden Künstlers sind inspiriert vom Interesse an der britischen Malerei des 18ten und 19ten Jahrhunderts, dem Surrealismus und der zeitgenössischen Abstraktion.
Die Kleinformate, der in augentäuscherischer Malweise mit Öl auf Leinen und feinen Pinseln perfekt ausgeführte Arbeiten dienen als Gegenpol und Ausgleich zu den oft extremen Großformaten und leuchtenden Farben der Graffitibilder.
Die Bildanlage folgt ganz den traditionellen Kompositionsschemata. Die formalen Grundlagen mit wunderbar fein gearbeiteten Details gemahnen an Altmeistergemälde und suggerieren damit etwas, was inhaltlich dann doch ganz bewußt gebrochen wird, denn hier geht es um die Gegenwart, um Themen des modernen Lebens: Politik, Gesellschaftskritik, persönliche Erfahrungen und Erinnerungen. Die Inhalte sind konzentriert, simplifiziert dargeboten und verbinden zumeist augenzwinkernden Humor mit kritisch-reflektierenden Untertönen, etwa wenn in "Mail-Order-Bride, not what he Ordered" ein Junker in Rüschenhemd und Kniehosen angesichts des offenkundig soeben ausgepackten üppigen Frauenaktes zum Telefonhörer greift, um die gelieferte ‚Ware’ zu reklamieren.
Um den Aspekt der Kunst als sorgfältig durchdachte Inszenierung mit tieferer politischer, sozialer oder persönlicher Bedeutung hervorzuheben, befinden sich die Protagonisten der Bilder oft sprichwörtlich in einer Art bühnenähnlichen Umgebung mit Vorhängen und arrangierten Lichteffekten, so dass das Bildgeschehen dem Betrachter als bewusst inszenierter, surrealer Vorgang erscheint. Der Betrachter ist eingeladen, alle Details zu entdecken und die Bildimanenten Geschichten zu enträtseln.
12. Februar 2010 bis 11. März 2010 | 19:00 Uhr
Monti La Plasma: FluidumMonti La Plasma (Kriaunevicius): Einzelausstellung mit neuen Zeichnungen und plastische Arbeiten
» Galerie p13Mittlerweile lebt und arbeitet er in Berlin. Geboren ist Monti La Plasma, mit bürgerlichem Namen Kriaunevicius, in Heidelberg, hier hat er nach dem Studium an der Kunstschule Rödel in Mannheim, seine ersten künstlerischen Erfolge gefeiert und wurde zuletzt 2007 als Preisträger der Ausstellung ‚Junge Kunst `69’ im Heidelberger Kunstverein ausgezeichnet. Jetzt zeigt die Galerie p13 unter dem Titel ‚Fluidum’ seine neuen Arbeiten, Zeichnungen und Skulpturen, die das Thema der im Kunstverein prämierten Kugelschreiberzeichnung weiter entwickeln.
Dem von Anfang an figurativen Ansatz in seinem Schaffen gibt Kriaunevicius ein neues Spannungsfeld durch konzeptuelle Einbindung in übergeordnete Themenkomplexe. Es geht um Energie, um die Suggestion formaler Anwendungen und Möglichkeiten zur Gewinnung oder Konservierung und Nutzung derselben, also kurzum, um eine vom Künstler selbst erschaffene Gegenwart, die bestimmt ist von Forschergeist, absurdem Experiment und kuriosen Möglichkeiten, die der Betrachter auszuloten herausgefordert ist.
Während die Serie der sog. Energieforscher mit ironischer Doppeldeutigkeit kokettiert und das große zeichnerische Talent des Künstlers zum Ausdruck bringt, evozieren die Skulpturen von ‚Bausätzen’, wenn auch nicht minder doppeldeutig, eher eine industrielle Ästhetik. Hier wird scheinbar wahllos zusammengewürfelt, was nicht zusammengehört. Die vorgefertigte Bausatzkonstellation suggeriert die Möglichkeit einer sinnvollen Zusammenfügung der aus Plastik und Epoxidharz gegossenen Einzelteile, die aber realiter nicht gegeben ist. Eher sind es Gedankengänge, Überlegungen, kritische Reflexionen, die die Bausatzteile miteinander verbinden.
In der neuen Werkgruppe ‚Trophäen’ geht es um das Thema ‚Errungenschaft und Verlust’. Objekte, die extreme Energie überstanden bzw. sie verursacht haben, oder aber aus dieser entstanden sein könnten. Vordergründig narrative Konstruktionen, die das Spiel zwischen den Materialien erforschen und in ihrer Ausrichtung eine dekonstruktivierende inhaltliche Funktion zwischen linearer Betrachtung, Werteauffassung und den daraus folgenden Entstehungsabläufen herstellen. Die Formen sind orientiert an tatsächlichen Energiequellen, dies können Brennstoffzellen, Kernreaktoren, Batterien, Zündkerzen ebenso sein wie Fortpflanzungsorgane und Blüten.
13. März 2010 bis 17. April 2010 | 19:00 Uhr
contemporary aboriginal - Christian Thompson and othersIn Zusammenarbeit mit dem Aboriginal Art Museum Utrecht und der Australischen Botschaft zeigt die Galerie p13 zeitgenössische Positionen der aboriginal art.
» Galerie p13In Zusammenarbeit mit dem Aboriginal Art Museum Utrecht und der Australischen Botschaft zeigt die Galerie p13 zeitgenössische Positionen der aboriginal art.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf einem der shooting stars der australischen Kunst, dem jungen Fotografen Christian Thompson (Jahrgang 1978). Seine Arbeiten beschäftigen sich mit Fragen der Identität – ein Bereich, der gerade die Indigene Bevölkerung besonders tangiert. Thompson war bereits auf internationalen Messen präsent und ist aktuell dabei, den Sprung nach Europa und Amerika zu schaffen. Seine Werke hängen in nationalen und internationalen Sammlungen u.a. in der National Gallery of Australia, Canberra der National Gallery of Victoria, Melbourne und im Aboriginal Art Museum Utrecht. Das Aboriginal Art Museum im holländischen Utrecht ist weltweit das einzige Museum, das sich mit den gegenwärtigen Entwicklungen der Kunst der australischen Ureinwohner auseinandersetzt.
Am 10.04. wird der Kurator des Aboriginal Art Museums Utrecht, Dr. Georges Petitjean, im Rahmen der Ausstellung einen Vortrag halten zum Thema ′aboriginal art today′.
24. April 2010 bis 29. Mai 2010 | 19:00 Uhr
PolychromFarbe, Struktur, Material - Malerei des Karlsruher Künstlers Bruno Kurz
» Galerie p13Ab 24. April zeigt die Galerie p13 unter dem Titel ‚Polychrom’ neue Arbeiten des Karlsruher Künstlers Bruno Kurz. Kurz studierte an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart und an der Staatlichen Kunstakademie in Karlsruhe, unter anderem bei Per Kirkeby.
Durch vielschichtige, schimmernde Lackschichten oder fein verspannte Gazegewebe-Ebenen erzeugt Kurz luzide Farbräume, die nicht nur durch ihre sensible Farbigkeit, sondern besonders auch durch die lebendige, spannende Oberflächengestaltung faszinieren. Ursprünglich streng wirkende geometrische Kompositionen werden von Kurz in changierende, vibrierende und dadurch nicht eindeutig identifizierbare Farbräume verwandelt. Glaubt man zunächst vermeintlich die Bilder von Kurz klar einordnen zu können, so stellt man schon beim ersten Vorbeigleiten mit den Augen fest, dass dem nicht so ist – hier schimmert etwas, da scheint noch eine dahinter liegende Ebene angesprochen … also tritt man näher heran, um dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Und so wird man als Betrachter gefangen, von einer künstlerischen Position, die lebt vom ebenso sinnlichen wie experimentellen Umgang mit Material, Farbsubstanz, Bildraum und Lichtwirkung
13. Juni 2010 bis 10. Juli 2010 | 11:30 Uhr
Contemporary Aboriginal Art - Teil 2Malerei der Desert Areas
» Galerie p13Nachdem wir schon im März einen thematischen Auftakt mit dem jungen Fotografen
und Medienkünstler Christian Thompson gezeigt hatten, folgt nun im zweiten Teil
eine Ausrichtung ganz auf die Malerei. Erleben Sie die farbintensiven Kompositionen der
zeitgenössischen Aboriginee Artists, die bei allem Abstraktionsgrad doch immer noch tradierte Inhalte vermitteln und in eine andere Welt entführen. Arbeiten u.a. von Jack Dale, Judy Watson Napangardi, Eubenia Nampitjin, Cory Surprise Nypana, Peggy Jones Napangardi.
15. Juli 2010 bis 9. September 2010 | 19:00 Uhr
Christian Rudolph: Skulpturen, Metall- und Papierfaltungen» Galerie p13Vom 15. Juli bis 31.August zeigt die Galerie P13 plastische Arbeiten des Künstlers Christian Rudolph, darunter raumgreifende Stahlskulpturen ebenso wie Metall-und Papierfaltungen. Christian Rudolph, der mittlerweile in Irsee im Allgäu lebt, studierte als Meisterschüler an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg.
Man möchte, fasziniert von deren technischer Unanfechtbarkeit, Makellosigkeit und Präzision, Rudolphs Arbeiten nicht nur ansehen sondern anfassen. Material und Form bestimmen das Wesen dieser Plastiken und treten in eine spannungsreiche Korrespondenz. Indem man den ‚Raumspuren’, so der Titel einer Werkgruppe, folgt begreift man, dass die formelhaften Prinzipien der Geometrie hier keinem Selbstzweck folgen, sondern als Werkzeuge Teil eines intuitiven, organischen Entstehungsprozesses sind. Rudolph ist der kluge Strippenzieher, der verständige Schöpfer der einer technisch-strategischen Formensprache das Element der Bewegung hinzufügt und ihr so, für den Betrachter spürbar, Leben einhaucht. Mit seiner kontemplativen Arbeitsweise, teilweise unterstützt durch monochrome Farbgebung, nötigt Rudolph dem klassischen strengen Sujet der Metallplastik neue Originalität ab. Beim Arbeiten lässt sich der Künstler ganz von seinen Maximen: Einfachheit, Exaktheit, Nachvollziehbarkeit leiten. „In der Einfachheit steckt so viel Kompliziertes, dass man gar nicht einfach genug sein kann. Je überladener eine Form ist, desto weniger sieht man das Wesentliche“. Ein Leitsatz, der ganz besonders für die in Ihrer faszinierenden Präzision und Schlichtheit ungemein überzeugenden Metallfaltarbeiten gilt. Hier kann der Betrachter ganz eintauchen in geometrische Berechnung und scheinbar müheloser aber auf den zweiten Blick doch völlig paradoxer Verwendung des eingesetzten Materials, Metall, das wie Papier gefaltet wirkt.
16. September 2010 bis 16. Oktober 2010 | 19:00 Uhr
Natur // KonzeptMalerei, Zeichnung, Installation.
» Galerie p13Gruppenausstellung mit Werken von: Denis Andernach, Marten G. Schmid, Natalia Berschin, Beate Sellin, Monti La Plasma u.a.
28. Oktober 2010 bis 4. Dezember 2010 | 19:00 Uhr
Stefan Rohrer: flowStefan Rohrer: flow
Skulpturen, Zeichnungen, Video
» Galerie p13Der Stuttgarter Künstler Stefan Rohrer transformiert Modellautos genauso wie echte Autokarrosserien in neue, dynamische Objekte.
In seinen Videos, die vergleichbar seinen Skulpturen, aus zerstückelten, zusammengebauten, in Zeitschleifen verbundenen Abläufen zusammenmontiert sind, wird - ebenso wie in seinen dreidimensionalen Arbeiten –Zeit und Raum thematisiert als ineinander fließende Bewegung.
"Realität und Fantasie tun sich in den Arbeiten Stefan Rohrers zusammen, nicht um Gegensätze zu versöhnen, sondern Spannungen dort zu visualisieren, wo sich beide treffen. Hier spielen sich Verwandlungsprozesse und damit verbunden Bewegung, Veränderung und Neugestaltung ab. Schubkarre oder eine Sackkarre, Motorräder, Vespas, Autokarrosserien, Spielzeuge wie Modellautos und Fallerhäuschen werden aus ihrem vertrauten Funktionszusammenhang gelöst, vermögen aber immer noch ihre eigentlichen Aufgaben in Erinnerung zu rufen. Stefan Rohrer stattet sie zudem mit überraschenden Fähigkeiten aus und gibt ihnen Raum zu freien Entfaltung, zum Beispiel um den Rausch der Geschwindigkeit zu feiern, Katastrophen und andere Ausnahmezustände miteingeschlossen. Um zu veranschaulichen, wie sich Geschwindigkeit in zerstörerische Gewalt umwandelt, gestaltet er den Moment, in welchem das Tempo plötzlich stoppt und so die Bewegung arretiert wird.....Die Gegenwart dieses alles verändernden Augenblickes ist es, der ihn interessiert, weil daraus wieder etwas anderes entsteht - eine autonome Form. "(Heiderose Langer in: Stefan Rohrer, andante con moto, Stuttgart, 2009)
16. Dezember 2010 bis 29. Januar 2011 | 19:00 Uhr
Natalia Berschin: ZeitraumMalerei, Zeichnung
» Galerie p13Neue Arbeiten der jungen Heidelberger Künstlerin, die ihr großes malerisches Talent in der aktuellen Themengruppe um Farbe, Licht und Raum und Zeit erneut eindrucksvoll unter Beweis stellt.
3. Februar 2011 bis 13. März 2011 | 19:00 Uhr
Arvid BoeckerMalerei
» Galerie p13In seinen abstrakten Malereien sucht er Harmonie. Sein Interesse ist hierbei ganz fokussiert auf den Ausdruck von Farbe in verschiedenen Konstellationen. In senkrechten Bahnen immer gleichen Abstands legt er die erdigen Töne seiner von Rot über Orange, Gelb bis Grün und selten auch Blau reichenden Palette neben einander. Mal wiederholen sich einzelne Farbabfolgen rhythmisch wie bei dem Thema eines Musikstückes, mal erfährt der Farbton im horizontalen Bildverlauf eine Steigerung, klingt an und wieder ab.
Inspiration findet der Künstler in den in Landschaften, die er unter anderem bei seinen Arbeitsaufenthalten in Island, Schottland oder Frankreich erkundet hat. Die in der Natur gesehenen Farben und Farbkombinationen überträgt Arvid Boecker mit Ölfarbe in breiten, an bewirtschaftetes Land erinnernden Streifen, auf das traditionelle Medium der Leinwand und fängt so verschiedene Stimmungen ein. Die Bilder, die alle unter den gleichen Grundbedingungen entstanden können allein durch die unterschiedliche Kombination der Farben eine ganz unterschiedliche Wirkung erzielen. Durch die Wahl der traditionellen Malmittel und des ebenso traditionellen Untergrunds steht allein die Ästhetik des Werkes im Mittelpunkt und es müssen keine Fragen nach der Wahl und der Wirkung einer außergewöhnlichen Technik gestellt werden.
Tritt der Betrachter näher an die Werke heran, so wird ihm der Bearbeitungsprozess, bewusst. Experimentell erforscht der Künstler das Material, die Ölfarbe und sein Interesse liegt nicht nur in der farblichen, sondern vor allem auch in der material-ästhetischen, der haptischen Qualität der Farbe. In lasierender Technik trägt der Künstler Schicht über Schicht und erhält somit eine besondere Tiefe und Brillanz des Farbmittels. Er setzt aber auch diese lasierenden Flächen direkt neben pastose dick aufgetragene Partien, denen er zum Teil durch Kratzungen noch mehr Kraft verleiht. Wie die natürlichen Landschaften sind die Kulturlandschaften von Arvid Boecker organisch gewachsen. Der Bearbeitungsprozess zieht sich über Wochen und Monate hin. Ohne eine genau definierte Vorstellung von dem Endresultat zu haben trägt der Maler Schicht über Schicht, legt ein Bild eine Zeit bei Seite um es später, neu überdacht weiter zu bearbeiten. Wie ein Archäologe forscht er in den Schichten der Farbe, deckt manchesmal partiell einen früheren Zustand wieder auf und hat dabei doch immer im Gespür, wann ein Bild fertig ist. Durch das visuell Sichtbare des Bearbeitungsprozesses, das wachsen der Bilder erhalten die Werke von Arvid Boecker ein spannungsreiches Eigenleben, welches von dem Betrachter nacherlebt werden kann. Sie laden den Betrachter dazu ein, selbst in die Tiefen des Bildes herabzusteigen und durch genaue Betrachtung forschend tätig zu werden.
10. März 2011 bis 13. März 2011
art KarlsruheHalle 4/ L12
» Galerie p13
16. März 2011 bis 16. April 2011 | 19:00 Uhr
Marten G. Schmid - Systemeneue Arbeiten: Skulptur, Zeichnung, Installation
» Galerie p13Marten Georg Schmid beschäftigt sich in seinen künstlerischen Arbeiten mit dem
Zusammenspiel von Linie, Raum und Materialität. Er überschreitet die Grenzen
zwischen Zeichnung, Skulptur und Installation, dabei stehen für
ihn stets Fragestellungen zu Form, Linie, Fläche und Komposition im
Vordergrund.
In seinen Werken werden alltägliche und betont einfache Gebrauchsobjekte und Materialien, wie zum Beispiel Gummischläuche, Plastikaufsätze von Feuerwerksraketen oder Dachlatten, ihrer ursprünglichen Funktion enthoben
und in einen künstlerischen Kontext überführt. Die Dinge werden
durch die Verarbeitung im künstlerischen Konzept auf ihre geometrischen, klaren Formen reduziert und gewinnen in dichter, systematischer Anordnung hohe ästhetische Qualität.
20. April 2011 bis 21. Mai 2011 | 19:00 Uhr
Stephanie Abben: outside-insideMalerei
» Galerie p13Die junge Künstlerin Stephanie Abben, Meisterschülerin bei Prof. Meuser an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, ist zweifelsohne ein großes malerisches Talent - zahlreiche Preise und Förderungen bestätigen dies. Abbens großformatige Gemälde evozieren Eindrücke von Landschaften oder Vegetation, ohne aber jemals wirklich konkret zu werden. Ihre Malerei oszilliert stets im Zwischenraum zwischen Abstraktion und realem Abbild und versteht es geschickt, die Fantasie und Erinnerungswelt des Betrachters anzurühren.
26. Mai 2011 bis 25. Juni 2011 | 19:00 Uhr
Norman SeiboldMalerei
» Galerie p13Norman Seibold, geboren 1968, studierte kurzzeitig in Pforzheim Gestaltung und in Nürtingen Kunsttherapie, um dann von 1993 bis 1999 Malerei an der Kunstakademie in Karlsruhe zu studieren, 1995 erhielt er ein Stipendium der Prof. Dr. Carl Fischer Stiftung und wurde 1998 Meisterschüler bei Prof. Max G. Kaminsky. Kurz nach dem Abschluß des Diploms erleidet Seibold einen psychischen Zusammenbruch - er lebt heute in der Aussenwohngruppe des Samariterstiftes Grafeneck bei Münsingen.
Die Kunst von Norman Seibold ist ein Naturereignis. 5 Räume auf zwei Etagen übervoll mit Stapeln von Bildern, auch riesengroße Formate, die Bild-Flächen oft beladen mit kiloschweren Gebirgen von Ölfarbe, die monatelang trocknen muss, dadurch die Luft im ganzen Haus beinahe explosiv, von Terpentin geschwängert. Und dann das Themenrepertoire: Gestalten, Gitter, Farbexplosionen, Landschaften, riesige Blüten, dunkelste Nächte, lodernde Feuer, Idylle und Chaos, Extase und Abgrund. Hier ringt ein Mensch, mit inneren und mit äußeren Bildern sowie gleichermaßen mit dem Material Farbe. Eine beeindruckende Ansammlung künstlerischer Ur-Gewalt.
2008 würdigte die Sammlung Prinzhorn mit Norman Seibold erstmalig einen zeitgenössischen Künstler mit einer großen Einzelausstellung in ihren Räumlichkeiten. Die Ausstellung von neuen Werken Norman Seibolds in der Galerie p13 ist somit auch zu verstehen als ein Anknüpfen an das Jubiläum zum 10jährigen Bestehen des Museum Sammlung Prinzhorn in diesem Jahr.
30. Juni 2011 bis 3. September 2011 | 19:00 Uhr
Reiner Seliger - neue Skulpturen und Wandobjekte» Galerie p13Die stereometrischen Grundformen von Reiner Seligers Skulpturen wirken in ihrer archai-schen Einfachheit vollkommen und doch auch versehrt. Das liegt daran, dass die Werkstoffe, aus denen der Künstler den Baukörper errichtet, nie intakt sind. Die meist kleinen Materialstücke haben immer raue Bruchkanten. Erst die schadhafte, gebrochene Oberfläche wird für den Künstler interessant und weist die für ihn charakteristische Ästhetik auf. Spröde, kantig und ein wenig ungezähmt setzt sie einen eigenen, deutlichen Akzent zu den runden, harmonischen Formen der Baukörper. Ob rotbraune Ziegelsteine, weißer Marmor, grauer Schiefer oder ′moderne′ Materialien wie Glas, Styropor und Kreide – ein jeder dieser Farb-Material-Akkorde entfaltet in der Hand des Künstlers eine ganz eigene Poesie.
8. September 2011 bis 15. Oktober 2011 | 19:00 Uhr
Andrej Pirrwitz & Johanna Jaegeri see myself - Fotografie
» Galerie p13Anläßlich des Fotofestivals Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg zeigt die Galerie p13 zwei spannende fotografische Positionen.
Es geht um die Sicht auf sich selbst wie auf den umgebenden Raum, der gleichsam Teil der Selbstdarstellung wird und wesentliche Eigenschaften des Individuums transportiert.
21. Oktober 2011 bis 22. November 2011 | 19:00 Uhr
materialsGruppenausstellung mit Arbeiten von: Michael Craik, Christiane Grimm, Christian Rudolph, Götz Sambale, Reiner Seliger, Silvia Wille
» Galerie p13Die Galerie stellt Arbeiten von Künstlern vor, die sich besonders auf die Materialität focussiert haben und hier mit ästhetischen und/ oder konzeptuellen Ansätzen arbeiten, also eher weniger figürliche oder thematische Aspeket in den Vordergrund ihres Schaffens stellen. Gezeigt werden Positionen zur Arbeit mit Holz, Glas, Papier, Metall, Beton, die ganz unterschiedliche Facetten entfalten können.
24. November 2011 bis 13. Januar 2012 | 19:00 Uhr
Moritz Götze - IdylleMalerei
» Galerie p13Moritz Götze ist ein leidenschaftlicher Geschichtenerzähler. Historisches, Kunsthistorisches, aber auch unsere moderne Alltagswelt werden in seinem Werk zu reichhaltigen, oft ironisch-humorvollen Bildkompositionen verarbeitet, denen der comicartige Malstil eine ganz eigene, unverwechselbare Handschrift verleiht. Exklusiv zur Ausstellung gestaltet der Künstler ein besonderes Heidelberg-Motiv.
26. Januar 2012 bis 10. März 2012 | 19:00 Uhr
Sandra Eades/ Reinhard Klessinger - OrtsterminPhoto/ Painting, Objekte, Skulptur
» Galerie p13Das Künstlerpaar Sandra Eades und Reinhard Klessinger war auf Einladung der Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis im Jahr 2011 für 3 Monate im Kommandantenhaus auf dem Dilsberg. Vor Ort und während der Dauer des Aufenthaltes sind Arbeiten entstanden, die die Auseinandersetzung und Wahrnehmung der beiden Künstler mit diesem speziellen Ort und der weiteren Umgebung reflektieren. Neben den ortsbezogenen Arbeiten möchte die Ausstellung mit einer Auswahl relevanter Objekte Einblick geben in das spannende, facettenreiche Schaffen des Künstlerpaares, das an der renommierten Londoner St. Martin`s School of Art sowie an der Kunstakademie Düsseldorf studierte und heute in Ihringen bei Freiburg lebt.
15. März 2012 bis 21. April 2012 | 19:00 Uhr
Arvid Boeckersuqare colours - Malerei
» Galerie p13Eine ungemein spannende Mischung aus geometrisch-konstruktivem Konzept und informeller Malerei
bestimmt Arvid Boeckers künstlerische Arbeit. Schicht um Schicht die Farbe auf- und abtragend gräbt
sich Boecker beinahe wie ein Geologe ein in die jetzt ausnahmslos quadratischen Felder seiner neuen
Serie und fördert dabei ein dichtes Geflecht an Farbharmonien und Oberflächentexturen zutage, das
in seiner Lebendigkeit und Strahlkraft fasziniert und dessen Tiefen zu ergründen nie langweilig wird.